1. U13 Turnier in Mannheim

Tapfere Affenbande verschafft sich Respekt in Mannheim

Nachdem das junge Mainprimaten Team der U13, im Schnitt gerade mal 10 Jahre, im Friedrichspark am Sonntag früh um 8.00 Uhr angekommen war, legte sich der Nebel im Neckartal ebenso, wie die Ungewissheit was wohl auf sie zukommen wird. Beeindruckt von der Aura die dieses Spielfeld nunmal umgibt, ging es direkt in die Umkleidekabine. Ein Murmeln ging durch die eben noch ehrfurchtsvoll schweigenden Jungäffchen. "Boah, wie stinkt das denn hier", bricht aus einem der 10 aus Frankfurt heraus. Trainer Max erwidert grinsend: "so riecht Hockey" und teilte schon mal Plätze zu.

Nach einer kurzen Aufwärmrunde in Sportschuhen ums Stadion ging es los. Irgendwie stolz endlich dabei zu sein und aufgeregt dem allerersten Spiel ihres Lebens entgegen fiebernd, wurde hastig die schon Tage vorher mehrfach und immer wieder kontrollierte Ausrüstung angezogen. Hektik beim Teammanager: sind alle Trikots dabei, stimmen die Nummern von der bereits am Vorabend geschriebenen Mannschaftsaufstellung fürs Spielgericht.? Doch alle Spielerinnen und Spieler ziehen lässig das gelbe Gorilla Shirt aus der Hockeytasche. Julian, der Kapitän der U13 Mainprimaten, hat sich sogar selbst mit schwarzem Tape das "C" auf sein Trikot geklebt, er ist jedenfalls bereit.Die anderen ziehen möglichst perfekt ihre Rüstung an und fordern schon mal lautstark: "Hey, die Spange an meinem Schuh geht immer wieder auf. Kannste die mal tapen?" "Na klar, haben wir doch alles dabei ", Trainer und Teammanager unisono im immer lauter und aufgeregter werdenden Getümmel.

Alle Eltern und Betreuer verlassen jetzt die Kabine, die Ansprache des Trainers wird gehalten. Im Stadion suchen sich alle schon mal einen Platz um möglichst viel von dem erwarteten geschehen mitzubekommen. Einige Eltern haben Kuchenbleche mitgebracht und diverse Getränke, bieten sich gegenseitig von ihrem Proviant an. Man lenkt sich mit Gesprächen über die vergangen Tage ab, wird dabei aber selbst auch immer aufgeregter.Auf der Spielerbank wird schon mal alles vorbereitet, die nagelneu beschrifteten Trinkflaschen werden aufgestellt. Eigentlich sindalle Formalitäten erledigt und es könnte losgehen...Plötzlich das erste gelbe Trikot das sich aus dem dunklen Kabinengang zeigt. Von hinten drängen jetzt weitere . In einer Reihe wie eine Perlenkette rollen sie nun außen hinter der Spielerbank aufs Feld. Zwei ,drei schnelle Runden werden gedreht, der Torwart stellt sich in seinen Kasten. 

Im Training Tags zuvor, hat  der Trainer noch erklärt wie der Ablauf vor dem Spiel so vor sich geht. Aufwärmübungen wurden einstudiert und für alle das Wichtigste, der Schlachtruf ausprobiert. Julian weiss als Kapitän genau wie und wann die Übungen anzusagen sind, klappt alles prima. Jetzt der Pfiff des Schiedsrichters...Gegner werden begrüßt und schnell zum Tor gelaufen um sich um unseren Goalie aufzustellen. Die Stille in der Halle wird mit einem kräftigen " wer sind wir?" von einer lauten Jungenstimme unterbrochen. "Mainprimaten" schreit der Rest in die kühle Morgenluft . "Banänche, Banänche, uh,uh,uh", folgt schallend noch hinterher.

Jetzt gehts doch tatsächlich und unaufhaltsam los. Alle sind dabei, ernsthaft und ohne Angst im Blick bleibt die erste Reihe auf dem Feld, die anderen kommen zügig auf die Wechselbank gerollt und klopfen mit ihren Schlägern auf die Bandenkante um sich gegenseitig anzufeuern.In der ersten Startaufstellung der Affenbanden-Geschichte stehen Bruno-Julian-Marlon-Felicitas und Jonathan im Tor. Nachdem das erste Bulli geworfen war, lief es wie von selbst. Jeder weiß was er zu tun hat und der Torwart hält den ersten Schuss.

In der ersten Unterbrechung ruft der Trainer zum Wechsel. Viviane-Victoria-Frederik-Ben bilden jetzt die zweite Reihe, Leni tauscht mit ihrem Bruder dann beim übernächsten Wechsel. Alle waren jetzt also schon mal auf dem Feld, das ein oder andere Gegentor wurde gefangen aber mit zunehmender Spieldauer klappte alles immer besser und es macht den Spielern zunehmend Spaß sich in die Schüsse zu werfen oder dem Mitspieler einen guten Pass zu geben. Natürlich haben die um einiges größeren Gegner viele Schüsse aufs Tor abgegeben, Jonathan aber wuchs immer weiter über sich hinaus und ließ sich auch von ein paar Toren nicht beeindrucken. Immer sicherer hielt er was zu halten war. Trainer Maxs Paraden Strichliste wuchs und wuchs... Jeder fand nun immer mehr seinen Platz auf dem Feld und im Team, sodass die Ansagen des Coachs immer besser umgesetzt wurden. Der tapfere Bruno hat mit seinem Einsatz im letzen Spiel des Tages auch ein Tor verhindern können, indem er den Puck mit dem Schlüsselbein aufhielt. Dafür sind die Kühlakkus ja da.

Das schönste Tor des Tages gelang Julian nach einer Vorlage von Feli als er sich wunderbar freilief und von ihr mit einem 30 Meter-Pass bedient wurde. Alle Spiele wurden zwar vom Ergebnis verloren aber in jedem Spiel war eine Steigerung zu erkennen." Die Zukunft dieser Mannschaft sieht sehr positiv aus". So die Gegner beim Handshake nach den Spielen. "Kann man den Torwart abwerben?" Fragte sogar einer. Stolz lächelnd erwiderte der Teammanager:" auf gar keinen Fall, der ist unverkäuflich".

 

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